Bei Vitiligo, auch Weißfleckenkrankheit genannt, handelt es sich um eine spezielle Hautkrankheit, bei der die Melanozyten, d. h. Zellen, die für die Pigmentierung verantwortlich sind, vom eigenen Immunsystem angegriffen und zerstört werden. Schulmediziner vermuten, dass diese Zerstörung durch Antikörper stattfindet, jedoch lassen sich diese nicht im Blut nachweisen. Dies hat zur Folge, dass kein neues Melanin mehr hergestellt wird. Es kommt zu pigmentlosen Hautarealen mit weißen Flecken, die rund und in unterschiedlichen Formen auftreten können. Diese Flecken treten meistens an Händen, Füßen und Ellenbogen auf. Weniger betroffen sind die Genitalien, Rücken, Torso, Beine und Arme. Eine andere These geht davon aus, dass es sich bei Vitiligo nicht um eine Haut-, sondern um eine Nervenerkrankung handelt, da überwiegend Menschen mit psychischen Belastungen betroffen sind. Eine weitere These nimmt an, dass Vitiligo durch eine Virenepidemie verursacht werden könnte. In diesem Fall kann es sich um HHV6 oder um den Ebstein Barr Virus handeln. Kürzlich hat die medizinische Wissenschaft Studien durchgeführt, die zeigen, dass EBV mit Vitiligo zusammenhängt. Eine wichtige Rolle scheinen dabei Industriechemikalien zu spielen. Beispielsweise besteht bei Fabrikarbeitern, die größeren Chemikalien und Toxinen ausgesetzt sind, die Gefahr, dass bei ihnen Vitiligo diagnostiziert wird. Dies führt dann auch zu der Illusion, dass die Schuld für diese Erkrankung bei defekten Genen liegt. Hintergrund ist aber der, dass Viren und Toxine von Generation zu Generation durch den Mutterleib über die Geburt weitergegeben werden können. Grundsätzlich können zu dem im Körper vorhandenen Schwermetallen Quecksilber, Blei, Nickel, Stahl u. a. zählen. Wenn es um Vitiligo geht, ist anscheinend Aluminium die Hauptursache, gefolgt von Kupfer. Es kann auch Formaldehyd sein, das schuld ist. Wenn HHV6, EBV und andere Viren in der Leber sitzen und sich von Schwermetallen wie Aluminium ernähren, setzen sie ein Gift frei, das zur Haut hoch wandert. Dieses sog. Methyl-Aluminiumgift erzeugt ein Dermatoxin, das die Melanin- oder pigmentproduzierenden Zellen in ihrem Körper zerstört. Das Ergebnis ist dann die Autoimmunerkrankung Vitiligo. Dermatoxine können auch an andere Orte im Körper gelangen. Häufig gelangen sie durch das Lymphsystem zum Gesicht oder zu den Knien. Der Lebensstil dieser Menschen, wieviel Sport sie betreiben, welche Ernährung und welche Umgebung sie haben, bestimmt auch, wohin die Dermatoxine gelangen und wie sie den Körper beeinflussen.

Derzeit ist ca. 1% der gesamten Weltbevölkerung von Vitiligo betroffen. Nicht selten leiden Betroffene unter starken Depressionen, psychischen Belastungen und verlieren somit an Lebensqualität.

Interessanterweise konnte man feststellen, dass Vitiligo-Patienten häufig parallel dazu auch über andere Autoimmunerkrankungen verfügen, wie beispielsweise Hashimoto Thyreoiditis, kreisrunder Haarausfall oder Typ-1-Diabetes. Studien zufolge wurde beobachtet, dass Sonnenbrände, Hautverletzungen und oxidativer Stress ebenso an der Krankheit mit beteiligt sein können. Wie wir wissen, schwächt Stress das Immunsystem, wodurch Viren stärker im Körper Fuß fassen können. Stress bewirkt auch, dass große Mengen Adrenalin freigesetzt werden und Adrenalin ist wiederum ein weiteres, bevorzugtes Nahrungsmittel von Viren. Stress kann also dazu beitragen, unzählige Krankheiten auszulösen aber wenn man an Vitiligo leidet, sollte man den Körper von Aluminium, Kupfer und Formaldehyd befreien, die Viren in der Leber abtöten und die Leber durch Fettabbau in der Ernährung sowie andere Schritte unterstützen.

Kann man Vitiligo heilen?

Aus schulmedizinischer Sicht gibt es derzeit keine endgültige Heilung für diese Krankheit. In den alternativen Medien sowie auch bei Dermatologen findet man oft nur nachgeschaltete Lösungen wie Strahlentherapien, o. ä. Darunter versteht man sogenannte PUVA-Behandlungen, mit denen durch den Einsatz von ultraviolettem UVB-Licht in Kombination mit dem Medikament „Psoralen“ einen relativ hohen Erfolgsgrad an Neupigmentierung der betroffenen Stellen erreicht werden können. Der Behandlungszeitraum umfasst sechs bis zwölf Monate. Allerdings sind diese nur von kosmetischer Natur und gehen die Ursache dieser Autoimmunkrankheit nicht an. Andere Hautärzte behandeln diese Flecken mit Kortison oder empfehlen kosmetische, wasserfeste Abdeckcremes (Camouflage-Make-up).

Die Flecken verursachen weder Schmerzen noch Juckreiz. Wegen der optischen Beeinträchtigung können psychologische Therapien sinnvoll sein.

Vier Schritte, um Vitiligo ganzheitlich zu heilen!

  1. Ernährung umstellen, Fettabbau unterstützen: Eine Möglichkeit wäre hier z. B. die Anwendung der Paleo-Diät. Dabei steht die Heilung des Darms im Vordergrund.
  2. Darmsanierung: Ein durchlässiger Darm (Leaky-Gut-Syndrom) sollte geheilt werden, da dieser die Hauptursache von Autoimmunkrankheiten darstellt. Ein geheilter Darm sorgt dafür, dass gesunde Nährstoffe wieder genügend aufgenommen werden können. Wir empfehlen Ihnen hier unseren Leaky-Gut Behandlungsplan.
  3. Cortisolspiegel senken: In diesen Zusammenhang ist die Vermeidung von oxidativem Stress sehr wichtig. Nähere Informationen dazu, erfahren Sie hier. Diese Maßnahmen können ebenso positiv dazu beitragen, den Darm zu heilen, sodass die Nährstoffe optimaler aufgenommen werden können.
  4. Bekämpfung freier Radikale: Durch die gezielte Einnahme von Antioxidantien lassen sich freie Radikale eliminieren und Stress abbauen.

Nachstehende Antioxidantien können dazu beitragen, Vitiligo in Remission zu bringen, evtl. sogar ganz zu heilen:

  • Gingko Biloba: Hat antixodiantische und immunmodulatorische Eigenschaften und scheint ein geeignetes Supplement zur Repigmentierung von Vitiligo sein (vgl. Link zur Studie). [Empfohlene tägliche Dosierung: 1 Tablette à 100mg]
  • Quercetin: Gilt als starkes Antioxidant, welches vor allem in Blaubeeren, Zwiebeln und Kohl zu finden ist. Laut einer chinesischen Studie hat Quercetin freie Radikale (vor allem Wasserstoffperoxid H2O2), die den Pigmentbereich der Oberhaut stark schwächen können. Jenes H2O2 begünstigt die Zerstörung der Melanozyten (Pigmente). [Empfohlene tägliche Dosierung: 2 Tabletten à 500mg]
  • Vitamin B12 und Folsäure: Gehören zu den antioxidantischen Vitaminen und haben einen positiven Einfluss auf mentale Probleme. [Empfohlene tägliche Dosierung: 1 Tablette à 500µg B12 & 100µg Folsäure]
  • Katalase: Ist ein antioxidantisches Enzym, welches Wasserstoffperoxid (H2O2) zu Wasser (H2O) und Sauerstoff (O2) umwandelt. Katalase befindet sich in hohen Mengen in Zwiebeln, Honig, Mangos, und Melonen. [Empfohlene tägliche Dosierung: 1 Tablette à 250mg]

Die Einnahme dieser Präparate gilt als unbedenklich. Rechtlich verweisen wir jedoch auf einen ganzheitlichen Allgemeinmediziner oder Heilpraktiker, mit dem Sie bitte diese Einnahme absprechen!

Zusätzlich ist es wichtig, das Immunsystem zu stärken. Hier empfehlen wir die Einnahme von:

  • hochdosiertem Vitamin C als Natriumascorbat
  • Ashwaganda (täglich 1 Kapsel)
  • Omega-3-Fettsäuren
  • Vitamin B-Komplex
  • hochdosierte Präbiotika
  • 1000 bis 5000 I.E. Vitamin D3 je nach Gewicht
  • 5000 I.E. K2/MK7 (je nach Gewicht)
  • 300-400 mg Magnesiumcitrat (ggf. auch bis 600 mg, richtet sich nach dem Vitamin D3-Bedarf)

Unseren Leaky-Gut Behandlungsplan können Sie generell auch für die Autoimmunkrankheit „Vitiligo“ verwenden, da dieser immer nach dem gleichen Prinzip funktioniert:

Trigger <=> Leaky-Gut <=> Immunreaktion <=> Autoimmunerkrankung

Eine Ernährungsumstellung auf Paleo-Diät oder Paleo-Autoimmunprotokoll bedeutet nicht zwangsläufig künftig auf sämtliche, leckere Lebensmittel wie beispielsweise Pizza, Brot oder Kuchen zu verzichten. Eine Alternative ist das Backen glutenfreier Pizzen und Brote, die oft noch besser schmecken als Produkte aus Weizen-, Dinkel- oder Roggenmehl. Hier verwendet man häufig Pseudogetreide wie Buchweizenmehl. Auch Kokos- und Mandelmehl können eine gute Alternative sein.

Mit der Zeit werden Sie feststellen, welche leckeren Gerichte sich aus Gemüse, Kräutern, etc. herstellen lassen. Sie werden ausgewogener, interessanter und vor allem gesünder essen als je zuvor.

Hält man sich strikt an diese Therapie, lassen sich damit ausgezeichnete Heilungsfortschritte erzielen. Auf Dauer werden Sie eine Repigmentierung Ihrer Hautstellen feststellen und sehen, dass es durchaus gute Behandlungsmethoden gibt, Vitiligo zu heilen. Spätestens dann werden sich alle negativen Gedanken in Luft auflösen.

Profitieren sie von unserer Erfahrung und probieren Sie es aus!

ANMERKUNG:

Bitte beachten Sie, dass unsere Empfehlungen keine Diagnostik oder ärztliche Behandlung ersetzen und auch keine individuellen Gesundheitsaussagen oder Heilversprechen treffen!

Vitiligo-Betroffene, die gezielte Nahrungsergänzungsmittel benötigen, sollten dies daher im Vorfeld immer mit ihren behandelnden Arzt, Heilpraktiker oder Ernährungsberater abstimmen. Anschließend können Symptome und die weitere Ausbreitung der Krankheit in Verbindung mit einer ausgewogenen Ernährung sowie einer natürlichen und ganzheitlichen Therapie behandelt werden.

Autorin: Marion Bunse, Ernährungs- und Gesundheitscoach, Bloggerin

Bildnachweis
: Adobe Stock
© Ильсур Маликов

Dr. Simon Goddek, Heile deinen Darm. Abgerufen 11. Juni 2020, von https://www.leakygut.de/

https://vitiligo-bund.de/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/leaky-gut-syndrom.html

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/gluten-hashimoto.html

5 1 vote
Artikelbewertung