Der Frühling kommt und mit ihm die Spaziergänge auf den Feldern, im Wald. Diese Rückkehr zur Natur, die wir alle in dieser Zeit mehr denn je brauchen.
Wenn Ihre Spaziergänge Ihnen schöne Begegnungen reservieren können, gibt es einige, auf die man gerne verzichten würde. Ein “gefundenes Fressen” für die kleinen Blutsauger, die vor allem von April bis Oktober aktiv sind. Sie lauern in Sträuchern und hohen Gräsern, finden sich allerdings auch an anderen Stellen in der Natur und warten auf Tiere oder Menschen, die sie unbemerkt befallen können. Ihr Stich kann, wenn er nicht schnell erkannt wird, bei einer Infektion mit dem von der Zecke übertragenen Bakterium Borrelia Burgdorferi, auch bekannt als Lyme-Borreliose, dramatische Folgen haben.

Diese vielschichtige Krankheit wirft für mich so viele Fragen auf, dass ich mich im Zuge meiner Fortbildungen einer ausgiebigen Recherche gewidmet habe!

Borreliose gehört zur Gruppe der bakteriellen Infektionskrankheiten und wird durch Zeckenbisse übertragen. Auslöser sind Bakterien namens Borrelien, benannt nach Amedee Borrel, einem französischen Bakteriologen.

Betroffen sind in Deutschland jährlich mindestens 60.000 bis 160.000 Menschen. Ein vermehrtes Auftreten findet man zwischen den Monaten Juni und August. Zecken sind überall in bewaldeten und pflanzenbesiedelten Orten.

Im Verlauf einer Borreliose kann es zu Multisystemerkrankungen kommen, darunter versteht man chronisch-entzündliche Erkrankungen, die den gesamten Organismus betreffen. Somit sind wir beim Thema: Borreliose begünstigt unter Umständen auch die Entwicklung einer Autoimmunerkrankung.

Ursachen

Überträger sind Zeckenbisse. Daher ist es sehr wichtig, dass eine entdeckte Zecke frühzeitig und fachgerecht entfernt wird.

Vermutlich werden die Borrelien auch von Stechmücken oder anderen blutsaugenden Insekten (z. B. Bremsen) übertragen. Besonders beliebt sind die Achselhöhlen und die Schamregion. Zecken können sich aber auch an jeder beliebigen Körperstelle festsetzen. Also lieber einmal mehr gründlich nachschauen – bei jedem Aufenthalt im Freien. Zecken sind schneller in kleinen Ritzen verschwunden, als einem lieb ist. Zecken überleben einen 40°-Waschgang, können sich im Auto verstecken und in der Wohnung ohne Wirtkontakt bis zu 10 Tage überleben, nach einer „Blutmahlzeit“ noch viel länger. 

Achtung!

Denken Sie auch daran, Ihre Haustiere zu schützen oder regelmäßig auf Zeckenbefall zu kontrollieren.

Symptome und Verlauf nach einem Zeckenbiss

  • flächige, rundliche Hautrötung auch „Wanderröte“ genannt
  • grippeähnliche Symptome
  • mit Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Fieber
  • Missempfindungen
  • Lähmungen

Wichtiger Hinweis!

Eine gute Prognose hängt von einer schnellen Behandlung ab. Der Verlauf einer Borreliose gestaltet sich vielseitig und unterschiedlich schwer aufgrund der unspezifischen Symptome. Es gibt verschieden Phasen. Wobei auch beschwerdefreie Infektionen möglich sind.

Vom Biss bis zu den ersten Symptomen können Tage, Wochen oder Monate vergehen. Oft bleibt der Biss unbemerkt und der Patient bringt daher seine Beschwerden gar nicht in den Zusammenhang mit einer Borreliose.

Befallen ist meist die Haut, aber von den Folgen kann auch das Nervensystem, die Gelenke und das Herz betroffen sein.

  • Nervenschmerzen bei Neuroborreliose
  • Gelenkentzündung (Lyme-Arthritis);
  • Herzmuskelentzündung (Lyme-Karditis)

Es gibt verschiedene Phasen der Borreliose:

Akute Infektionen:

  • flächige, rundliche Hautrötung
  • grippeähnliche Symptome
  • Kopfschmerzen
  • Gliederschmerzen
  • Fieber
  • Missempfindungen
  • Lähmungen

Bei Nichterkennung der Infektion oder nicht kompletter Ausheilung:

  • Übergang in die chronische Phase: Reaktionszeit 5-10 Jahre
  • Langsam einschleichende Multisymptomerscheinungen, die oft einem anderen Krankheitsbild zu geordnet werden (z.B. normaler Alterungsprozess oder Verschleißerscheinungen.

Spätfolgen können sein:

  • Nervenschmerzen bei Neuroborreliose
  • Gelenkentzündung (Lyme-Arthritis);
  • Herzmuskelentzündung (Lyme-Karditis)
  • Mögliche Entwicklung einer Autoimmunerkrankung

Diagnose

Der Nachweis von Borrelien erfolgt über eine Blutuntersuchung beim Arzt. Manchmal wird eine Nervenwasseruntersuchung (Liquoruntersuchung) zusätzlich nötig. Seltener werden Proben aus dem Gelenk und von der Haut entnommen.

Da Borreliose keine einfache Erkältung ist, fordert sie Arzt und Patient gleichermaßen heraus. Bis Borreliose letztendlich diagnostiziert wird, können Jahre vergehen. Die Symptome der Betroffenen werden oftmals nicht mit der nötigen Aufmerksamkeit bedacht und heruntergespielt.  In der Regel sind deshalb stets mehrere therapeutische Maßnahmen erforderlich.

Befindet sich die Krankheit im chronischen Stadium und/oder sind Antibiotika-Therapien erfolglos geblieben, sollte nach alternativen Behandlungen gesucht werden.

Möglichkeiten der ganzheitlichen Therapie

Anpassungen im Lebensstil

Passen Sie ihren Lebensstil an ihre Symptome an und verändern Sie ihre Lebensgewohnheiten. So haben Sie selber Einfluss auf den Verlauf ihrer Krankheit und ihre individuellen Beschwerden:

Erholungs- und Entspannungstechniken:

  • Sport/Bewegung (auch in der Natur)
  • Yoga
  • Meditation
  • Shiatsu
  • Qi Gong
  • erholsamer Schlaf
  • positive Lebenseinstellung
  • Verzicht auf Genussgifte, Nikotin und Alkohol
  • Vermeidung von Umwelttoxinen

Möglichkeiten der Körperentgiftung

  • Ausleitung von Schadstoffen und von Borrelien-Stoffwechselprodukten mit Hilfe einer Darmreinigung (z. B. Zeolith, Flohsamenschalen und einem Probiotikum)
  • Entsäuerung zur Ausleitung der Borrelien-Toxine, zur Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes und zur Stärkung der Selbstheilungskräfte
  • Der Einsatz von diuretischen Heilpflanzen wie Goldrutenkraut, Birken- oder Brennnesselblätter
  • Bitterstoffhaltigen Arzneien: Mariendistel-Präparat oder Lebertee.
  • Spezielle Arzneien und Nahrungsergänzungsmittel können eingesetzt werden, um zusätzliche Giftstoffe zu binden, z.B. Chlorella-Algen, Bärlauch, Koriander, Schwarzkümmelöl und hoch dosiertes Vitamin C

Tipps zur hilfreichen Ernährung

Trinken sie täglich 2 bis 3 Liter stilles Wasser (bevorzugt Quellwasser oder gefiltertes Leitungswasser).

Empfohlen wird im Allgemeinen eine antioxidative und abwechslungsreiche und basische rohkostbetonte Ernährung aus frischen biologischen Zutaten. Insbesondere sollte dabei auf glutenhaltige Lebensmittel und Milchprodukte verzichtet werden.

Weitere, zu empfehlende Lebensmittel sind:

  • Gemüse
  • Obst
  • fettiger Fisch
  • Nüsse
  • Saaten
  • kaltgepresste pflanzliche Öle (z. B. Olivenöl, Kokosöl)

Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln

 

Vorsicht!

Es können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftretenBeraten Sie sich auf jeden Fall vorher mit Ihrem Therapeuten.

Mikronährstofftherapie bei Borreliose wirkt Entzündungen und Gelenkschmerzen entgegen:

  • Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe
  • Antioxidantien zur Prävention des Immunsystems im Kampf gegen Eindringlinge und Schadstoffe jeder Art (z. B. Astaxanthin oder OPC)
  • Omega-3-Fettsäuren ( B. Krillöl- oder Fischölkapseln)
  • Vitamin E
  • Vitamin D3
  • Vitamin B-Komplex (gerade wenn bei Borreliose neurologische Symptome angesagt sind, kann sich ein hochwertiger Vitamin-B-Komplex als sehr vorteilhaft erweisen)
  • Magnesium (hilft gegen Wadenkrämpfen, Herz-Rhythmusstörungen, Muskelzuckungen, usw.)

Kokosöl auf der Haut kann Zecken abwehren!

Neuerdings hat man herausgefunden, dass naturbelassenes Bio-Kokosöl sowohl bei Menschen als auch bei Tieren zuverlässigen Schutz bietet.

Vorteil: Es ist völlig frei von Nebenwirkungen. Es wird einfach wie ein Körperöl aufgetragen. Bei Zimmertemperatur ist Kokosöl fest, verflüssigt sich jedoch sofort, wenn ein Stückchen davon in die warme Handfläche gelegt wird und kann dann in die Haut einmassiert werden. Kokosöl duftet angenehm, fühlt sich auf der Haut wundervoll weich an, desinfiziert sanft, pflegt und schützt die Haut. Es eignet sich daher nicht nur in der Zecken- und Stechmückenzeit, sondern das ganze Jahr über als hochwertiges und naturbelassenes Körperpflegeprodukt.

pixabay © tic

https://www.netdoktor.de/krankheiten/borreliose/

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bibliothek/bakterien-viren/bakterien/borreliose

https://www.infektionsschutz.de/erregersteckbriefe/borreliose.html

https://www.internisten-im-netz.de/krankheiten/borreliose/was-ist-eine-borreliose.html

https://www.ctl-labor.de/chronische-borreliose/

https://www.avogel.ch/de/ihre-gesundheit/gesundheitsthemen/borreliose.php

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