„Trauma“ kommt aus dem griechischen und bedeutet so viel wie „Wunde“ oder „Verletzung“. Ein Trauma kann entstehen durch ein tiefgreifendes Erlebnis, z.B. Unfall, Überfall, Verlust eines nahestehenden Menschen oder Tieres, körperlicher oder seelischer Missbrauch, heftiger Schreck, Schock u.v.m.

Bereits im Mutterleib können wir solche Traumata erfahren, wenn die Mutter ein solches Erlebnis hat.

Beispiel: Wird die Mutter während der Schwangerschaft von einem Hund angefallen, kann das bei dem ungeborenen Kind ein Trauma auslösen. Dies kann bewirken, dass das Kind panische Angst vor Hunden hat, ohne dass es selbst jemals schlechte Erfahrungen mit einem Hund gemacht hat.

Folgen einer traumatischen Erfahrung zeigen sich auf körperlicher und emotionaler bzw. seelischer Ebene.

Traumatische Erfahrungen können tief im Zellbewusstsein „vergraben“ werden, als Schutz bzw. Überlebensstrategie. Ähnliche Bilder, Geräusche, Gerüche, die wir während des traumatischen Erlebnisses, bewusst oder unbewusst wahrgenommen haben, können die Gefühle des Traumas wieder aktivieren.

Beispiel: Wenn die Mutter im geschilderten Fall während des Hundeangriffs ein bestimmtes Lied oder Geräusch gehört hat, kann allein dieses Lied oder Geräusch zu einem späteren Zeitpunkt ein Körpergefühl (Angst, Zittern, Schwitzen, Erstarrung) auslösen.

Dieses Beispiel zeigt, dass ein erlebtes Trauma uns in unserer Lebensqualität erheblich einschränken kann. Ein Trauma löst Reaktionen aus, die wir uns häufig nicht erklären können, da uns der Ursprung des Traumas oft nicht bewusst ist.

Die Lösung eines Traumas kann uns regelrecht befreien, mehr Lebensenergie und Lebensfreude zurück bringen und unbewusst-irrationale Verhaltensweisen lösen. Es versetzt uns in die Lage, neutral auf entsprechende Situationen zu reagieren.

Bei einer Traumalösung geht es nicht darum, die Erfahrung oder das Erlebte zu löschen, sondern die Wirkung, die es auf uns hat.

Canva © Katarzyna Bialasiewicz

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